Rentenversicherungsbeitrag 2017

Rentenversicherungsbeitrag im Jahr 2017

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Rentenversicherungsbeitrag der Gesetzlichen Rentenversicherung

Die Beitragshöhe ermisst sich aus Ihrem Versicherungsstatus, d.h. ob Sie freiwillig Versicherter oder Pflichtversicherter sind. Pflichtversichert sind dabei alle Arbeitnehmer, Auszubildende, Behinderte, Pflegepersonen, Arbeitslose und bestimmte Selbstständige (z.B. Handwerker, Lehrer, Hebammen, Erzieher, Pflegepersonal, Küstenschiffer, Künstler und Publizisten).

Sind Sie freiwillig versichert, bezahlen Sie den gesamten Rentenversicherungsbeitrag selbst. Die Künstlersozialkasse bezahlt anteilig die Rentenversicherungsbeiträge für selbstständige Künstler und Publizisten. Bei Pflichtversicherten wird die Hälfte vom Arbeitgeber übernommen, die andere Hälfte ist vom Arbeitnehmer selbst zu tragen.                       Im Zuge der Lohnabrechnung wird der Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil des Rentenversicherungsbeitrags berechnet. Hierbei wird der Arbeitnehmeranteil vom Bruttoverdienst abgezogen, und der Arbeitgeberanteil vom Arbeitgeber an die Rentenversicherung ebenfalls überwiesen. Der aktuelle Rentenversicherungsbeitrag für das Jahr 2017 beträgt 18,7% des Bruttogehalts, wobei jeweils 9,35% Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil sind. Laut Bundesregierung soll der Rentenversicherungsbeitrag im Jahre 2020 auf 19,5% und im Jahre 2028 sogar auf 21,4% angehoben werden, bleibt jedoch bis 2018 unverändert.

Bei Minijobber, welche meist bis zu einer Grenze von 450€ arbeiten, bezahlt der Arbeitgeber einen prozentualen Anteil des Lohns, der 15% beträgt. Arbeitnehmer hingegen zahlen nur die Differenz zum aktuellen Beitragssatz. Doch auch hier wird zwischen Minijobber, die in Privathaushalten arbeiten und jenen, die im gewerblichen Bereich beschäftigt sind, unterschieden. Der Arbeitgeberanteil für den Rentenversicherungs-beitrag für Minijobber in Privathaushalten entspricht demzufolge 5%. Der Arbeitnehmer kann dabei sowohl als privat als auch gewerblich Beschäftigter auf die Zahlung des Rentenversicherungsbeitrags verzichten. Für Auszubildende bis zu einer Vergütung von 325€ zahlt der Arbeitnehmer den Rentenversicherungsbeitrag in voller Höhe.

Rentenversicherungsbeitrag und Beitragsbemessungsgrenze im Jahr 2017

Seit 2015 wurden die Rentenversicherungsbeiträge auf 18,7% gesenkt. Für die Berechnung der Rentenversicherungsbeiträge sind auch die Beitragsbemessungsgrenzen relevant. Dabei gilt die Regel, dass die Rentenversicherungsbeiträge nur bis zu einer gewissen Höhe des Bruttogehalts, der sogenannten Beitragsbemessungsgrenze, gezahlt werden müssen. Im Westen beträgt diese Grenze bei der gesetzlichen Renten- und Arbeitslosenversicherung monatlich 6.350 Euro und im Osten liegt sie bei monatlich 5.700 Euro.

Rechenbeispiele:        Julia verdient Brutto 7.500 Euro monatlich in den alten Bundesländern. Da die Beitragsbemessungsgrenze bei 6.350 Euro liegt wird der Rentenversicherungsbeitrag lediglich auf diese Summe angerechnet. Demzufolge beträgt der Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil jeweils 593,72 Euro.

Jan ist Auszubildender und erhält eine Vergütung von 275Euro. Da er unter der Grenze von 325 Euro liegt, muss der Arbeitgeber den Rentenversicherungsbeitrag in voller Höhe, demzufolge 18,7%, bezahlen. Dieser Anteil beträgt 51,43 Euro.

Private Rentenversicherungen für die Rentenlücke

Pflichtversicherte sowie freiwillige Versicherte sorgen mit dem Rentenversicherungsbeitrag und durch den Generationenvertrag dafür, später einen Rentenanspruch zu haben. Demgemäß ist der Generationenvertrag eine lebensnotwendige wirtschaftliche Grundlage für den Erhalt des Lebensstandards. Aus der Summe der Beiträge werden durch ein Umlageverfahren die Leistungen für die Rentenversicherungen gezahlt. In der Vergangenheit gab es viele Einzahler und wenige Empfänger, doch heutzutage gibt es mehr Empfänger als Personen, die einen Rentenversicherungsbeitrag einzahlen. Daher werden die Beiträge regelmäßig angepasst, um das Rentenauszahlungssystem im Gleichgewicht zu halten.

Aufgrund einer bedenklich negativen Entwicklung des Rentenniveaus wird eine private Absicherung immer notwendiger für Arbeitnehmer, um im Rentenalter über eine ausreichende Absicherung zu verfügen. Zwar kann die Rente, laut Prognosen, zum Großteil durch den Generationenvertrag sichergestellt werden, jedoch gibt es dafür keine Garantie.  Aus Sicht der Versicherer und Rentenexperten wird stets eine private Altersvorsorge, in Form einer privaten Rentenversicherung, Riester-Rente, Rürup-Rente und betrieblichen Altersvorsorge empfohlen.

Fakt ist, dass die gesetzliche Rentenversicherung zwar die Hauptsäule der Altersvorsorge ist, doch ohne ein privates Anlegen keine Garantie für den Erhalt des Lebensstandards besteht. Um diesen aufrecht erhalten zu können, ist eine zusätzliche Absicherung sinnvoll.

Rentenversicherungsbeitrag freiwillig einzahlen

Falls Sie aufgrund von Ausbildungszeiten oder der Geburt Ihres Kindes nur kurz berufstätig waren, oder geringe Beiträge eingezahlt haben, lohnt sich entweder eine private Altersvorsorge oder freiwillige Rentenversicherungsbeiträge in die gesetzliche Renten-versicherung einzuzahlen. Obwohl auch Studien- und Ausbildungszeiten als Rentenjahre angerechnet werden, und bei Minijobs Rentenversicherungsbeiträge von Arbeitgebern übernommen werden, so sind die eingezahlten Beträge sehr niedrig. Auch wenn Sie bei einer rentenversicherungspflichtigen Beschäftigung aufgehört haben zu arbeiten, da Sie sich selbstständig gemacht haben und die Tätigkeit nicht versicherungspflichtig ist, können Sie freiwillig Ihren Rentenversicherungsbeitrag in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, oder eine private Rentenversicherung wählen. Ab dem 16. Lebensjahre hat jeder das Recht freiwillig Beiträge in die Rentenversicherung einzuzahlen, sofern man einen Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland hat. Die Staatsangehörigkeit spielt dabei keine Rolle. Für den Rentenanspruch sind die Versicherungszeiten und die Anzahl der Beiträge relevant, wohingegen für die Rentenhöhe die Beitragshöhe entscheidend ist. Möchten Sie Ihren Rentenversicherungsbeitrag freiwillig zahlen beträgt der Beitragssatz im Jahr 2017 18,7%, wobei der monatliche Mindestbeitrag bei 84,15 Euro liegt, und der monatliche Höchstbeitrag 1.187,45€ beträgt. Bezahlen Sie Ihren Rentenversicherungsbeitrag selbst, bestimmen Sie die Höhe und die Anzahl der Beiträge. Dabei steht Ihnen frei jeden Monat neu über die Höhe des Beitrags zu entscheiden. Möchten Sie freiwillig den Rentenversicherungsbeitrag bezahlen, müssen Sie sich vorher bei der gesetzlichen Rentenversicherung anmelden. Dafür gibt es einen Vordruck, in welchem Sie angeben müssen, ab wann und für welchen Zeitraum sowie in welcher Höhe Sie freiwillige Beiträge zahlen möchten.

Warum eine private Rentenversicherung sinnvoll ist

Vertrauen Sie lediglich auf die Absicherung der gesetzlichen Rentenversicherung, so müssen Sie damit rechnen, dass Ihr Lebensstandard im Alter nicht auf gewünschtem und gewohntem Standard sein wird. In der heutigen Zeit ist es nicht mehr leicht eine Rente über 1200 Euro zu erhalten, auch wenn man nahezu sein ganzes Leben gearbeitet hat. Für die Absicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung zeichnet sich eine düstere Prognose für die Zukunft! Möchten Sie jedoch keine Einbußen im Alter verzeichnen und in Ihrem wohlverdienten Ruhestand nicht auf Dinge verzichten, die das Leben angenehm machen, sollten Sie zusätzlich an eine private Altersvorsorge denken. Da es momentan mehr Rentner als Einzahler gibt, wird sich die Finanzierbarkeit der gesetzlichen Rentenversicherung nur über eine Senkung des Rentenniveaus und Anhebung des Rentenversicherungsbeitrags erreichen lassen. Wie sieht die Prognose für die Zukunft aus? Wer beispielsweise monatlich 3.500 Euro brutto verdient, kann bei Eintritt ins Rentenalter mit 65 Jahren mit circa 40-45% seines Bruttoeinkommens rechnen. Mithilfe einer privaten Rentenversicherung können Sie Ihre Versorgungslücke im Rentenalter schließen und sich ein lebenslanges, regelmäßiges und garantiertes Einkommen sichern.

Sollten Sie Fragen zu einer privaten Altersvorsorge haben, kontaktieren Sie uns als Ihren Versicherungsmakler!