Produktvertriebsvorkehrungen / (Product Oversight and Governance - kurz POG) gem. der Richtlinie (EU) 2016/97 Insurance Distribution Directive (kurz IDD) für den Versicherungsvertrieb vom 20. Januar 2016

 

Was ist IDD?

IDD ist die Abkürzung für Insurance Distribution Directive (zu Deutsch: Versicherungsvertriebsrichtlinie). Hier geht es urn alle Vertriebsformen.m Verbraucherschutz und europäische Harmonisierung nationaler Vorschriften. Die IDD trat am 22.2.2016 für alle Vertriebsformen in Kraft.

 

Geltungsbereich

Die vorliegende POG Vertriebsleitlinie besitzt Gültigkeit für innofima GmbH (im folgenden Versicherungsvermittler genannt), gemeldet unter der Anschrift Zum Eistruper Feld, 9 – 49143 Bissendorf, welcher bei der zuständigen IHK unter der Vermittlerregister-Nr. D-FOY8-UMF44-75. registriert ist.

 

Es handelt sich bei dem Versicherungsvermittler um einen Versicherungsmakler nach § 34d Abs.1 GewO.

 

Die in dieser Leitlinie nachstehend beschriebenen Vorkehrungen betreffen neben der Geschäftsführung auch die 9 angestellten Mitarbeiter/innen (im Folgenden Mitarbeiter genannt). Hiervon sind 2 Vollzeitbeschäftigte, 2 Teilzeitkräfte, sowie 3 Mitarbeiter auf 450€ Basis.

 

Die Leitlinie baut dabei auf etablierten Prozessen im Unternehmen auf. Die etablierten Prozesse (z.B. Zuständigkeiten/Verantwortlichkeiten) werden in dieser Leitlinie nicht beschrieben.

 

Bei sämtlichen Vertriebsvorkehrungen gilt das Prinzip der Verhältnismäßigkeit oder auch Proportionalitätsprinzip. Diesbezüglich leitet sich der Umfang der Vorkehrungen aus der Komplexität der vertriebenen Produkte ab. Je höher die Komplexität in den Produkten, umso höher müssen entsprechende Produktvertriebsvorkehrungen getroffen werden.

 

Eine weitere Bemessungsgrundlage bilden der Jahresumsatz, sowie deren Verteilung auf einzelne Produktsparten des Versicherungsvermittlers.

 

Ausgenommen von dieser Regelung sind Versicherungen für Großrisiken (im Sinne des § 210 Abs.2 VVG iVm Anlage 1 zum VAG). Sämtliche in dieser Leitlinie verwendeten Begrifflichkeiten werden im Anhang beschrieben und erläutert.

 

Regulatorische Grundlagen und Ziele der Vertriebsvorkehrungen

Mit den Vertriebsvorkehrungen sollen Benachteiligungen für den Kunden verhindert werden. Beim Auftreten unvermeidbarer Risiken für den Kunden dienen die Vertriebsvorkehrungen zudem dazu, diese potenziell negativen Auswirkungen zu verringern und zu beheben. Hierzu liegen geeignete Vorkehrungen vor um sicherzustellen, dass sämtliche erforderliche Informationen von den Herstellern eingeholt sowie Hersteller bei festgestellten Fehlentwicklungen informiert werden. Die Auswahl der Zielmärkte, Produkte und Vertriebskanäle erfolgt dabei mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns.

 

Daneben sollen die Vorkehrungen ein ordnungsgemäßes Interessenkonfliktmanagement unterstützen und die Wahrung der Kundenwünsche und -interessen berücksichtigen. Der ehrliche, redliche, professionelle Umgang mit dem Kunden im Rahmen der Versicherungsvertriebstätigkeit sowie das Handeln in dessen bestmöglichen Interesse werden somit durch diese Vorkehrungen unterstützt. Das Kundeninteresse steht im Mittelpunkt bei Beratung und Vermittlung; Wünsche des Kunden haben Vorrang vor Courtageinteresse.

 

Vertriebsstrategie

Die zu Grunde liegende Vertriebsstrategie leitet sich unmittelbar aus der gesamthaften Strategie des Versicherungsvermittlers ab. Diese obliegt der Verantwortung und dem Ermessen der Geschäftsführung.

 

Der Versicherungsmakler ist im deutschen Versicherungsmarkt vertrieblich tätig.

 

Ein Vertrieb in andere Märkte ist unter Berücksichtigung aller Anforderungen möglich.

 

Rolle eines Produktgebers

Der Versicherungsvermittler ist maßgeblich an Entscheidungen zur Produktkonzeption und –entwicklung von Produktgebern beteiligt. Er fungiert nicht nur als als reiner Vertreiber der durch die Versicherungsunternehmen hergestellten Versicherungsprodukte, sondern hat entsprechende Entscheidungsbefugnisse. Dieser Prozess findet in enger Zusammenarbeit mit dem Versicherer statt.

 

Angebotene Produkte

Der Versicherungsvermittler berät und vertreibt in den genannten Zielmärkten betriebliche Altersvorsorge, Lebensversicherungen, Krankenversicherungen und Sachversicherungen.

 

Im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge bietet der Versicherungsvermittler Direktversicherungen, Unterstützungskassen an.

 

Im Bereich der Lebensversicherung werden Biometrische Risiken (z.B. Risk LV, Dread-Disease, Grundfähigkeiten), Geförderte Produkte (Riester, Rürup), Klassische Lebensversicherungen (Rente, Kapitalleben) und Fondslebensversicherungen (Hybride-Produkte, Fonds-LV) angeboten.

 

Im Bereich der Krankenzusatzversicherungen werden Krankenzusatzversicherungen, Pflegezusatzversicherungen, Private Krankenversicherungen und Gesetzliche Krankenversicherung angeboten.

 

Aus dem Bereich Sachversicherungen werden Gewerbe- und Privatversicherungen angeboten.

 

Es werden den Kunden hierbei grundsätzlich Produkte aller Anbieter, welche für den Vermittler auf dem Versicherungsmarkt(/Märkten) verfügbar sind, angeboten.

 

Vertriebskanäle

Zum Austausch mit den Zielmärkten werden hierzu unterschiedliche Kanäle eingesetzt. Die Auswahl und der Umgang mit den Kanälen erfolgt dabei mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns unter Einhaltung der relevanten gesetzlichen Anforderungen.

 

Zur Vermittlung von Versicherungsprodukten werden die Vertriebskanäle Persönlich vor Ort, Telefon, Videotelefonie, E-Mail, Brief, Fax, App und Website eingesetzt.

 

Über folgende Website(s werden) wird hierbei Versicherungsprodukte vermittelt: http://www.innofima.de.

 

Auftritt und Inhalte der genannten Website(s) sind hierbei auf die entsprechende Zielgruppe abgestimmt.

 

Über die Webseite(n) können Kunden eigenständig mittels Onlinerechner Versicherungen beantragen.

 

Der/die Rechner bieten hierbei eine allgemeine Bedarfsanalyse um sicherzustellen, dass Wünsche und Bedürfnisse bestmöglich abgeprüft und keine unpassenden Tarife angeboten werden.

 

Onlineanträge werden manuell auf Plausibilität geprüft.

 

Auf der Webseite sind Endkundenrechner der Maklerpools VEMA eingebunden.

 

Bei folgenden Maklerpools und Verbünden besteht eine Anbindung: VEMA, maxpool Servicegesellschaft für Finanzdienstleister mbH, Fondsfinanz, Procheck24, Innofinance und Inobroker und ProCheck und BCA, Amex, Domcura, KAB, ASC, Fondsfinanz,.

 

Zielmarkt

Das zu betreuende Kundenportfolio innerhalb des Zielmarktes besteht aus Privatkunden und Gewerbekunden.

 

Innerhalb des Privatkundensegments werden die Berufsgruppen Schüler/Studenten/Auszubildende, Angestellte, Beamte, Selbstständige und Rentner/Pensionäre betreut.

 

Bei dem Familienstand werden Ledige, Partnerschaften und Familien betreut.

 

Im Bereich der Einkommensklassen werden alle Einkommensklassen betreut.

 

Innerhalb des Gewerbekundensegmentes werden Unternehmen mit bis zu 50 Mio. Euro Jahresumsatz betreut.

 

Ein Vertrieb an Nicht-Zielmärkte ist bei Einhaltung sämtlicher Vertriebsvorkehrungen bei Bedarf grundsätzlich möglich.

 

Informationseinholung bei Produktherstellern

Um alle Produkte im bestmöglichen Kundeninteresse beraten zu können werden regelmäßig relevante Informationen bei den Versicherungsproduktherstellern eingeholt. Dies umfasst Angaben:

  • in Bezug auf das Versicherungsprodukt (unter anderem Charakteristika, Risikogehalt, verbundene Kosten und mögliche Interessenskonflikte) und dem Produktgenehmigungsprozess
  • zum Zielmarkt und evtl. Gruppen für die das Produkt im Hinblick auf Eigenschaften und Kundenwünsche nicht geeignet ist
  • weitere Informationen zur Platzierung der jeweiligen Produkte auf dem Zielmarkt

 

Informationseinholung bei Herstellern von Versicherungsprodukten

Die Informationseinholung geschieht hierbei durch folgende Wege:

  1. Proaktive Information durch Produktgeber
  2. Newsletter der Versicherungsprodukthersteller
  3. Teilnahme an Fachseminaren
  4. Information über die Maklerportale der Produktgeber
  5. Besuche von Fachmessen
  6. Digitale Bereitsstellung von Dokumenten und VVG konformen Angeboten über folgende Vergleichsoftwares: Berechnungsprogramme der Versicherungen, M&M, levelnine, Softfair, Vema, Mr.Money, nafi
  7. Über persönlichen Austausch erfolgt mit den verantwortlichen Maklerbetreuern der Versicherungsgesellschaften im halbjährlichen Turnus.

 

Zielmarktkonformität und Beratungsansatz

Die Hersteller von Versicherungsprodukten bestimmen im Rahmen des Produktfreigabeverfahrens den Zielmarkt für das Versicherungsprodukt. Die Bestimmung des Zielmarkts erfolgt in enger Abstimmung mit den Wünschen und Bedürfnissen der Zielkunden.

 

Jedes Versicherungsprodukt wird vor dem erstmaligen Vertrieb anhand der vorliegenden Informationen überprüft, ob dieses entsprechend des definierten Zielmarktes konform ist.

 

Auf expliziten Kundenwunsch wird seitens des Vermittlers auch ein Vertrieb außerhalb des Zielmarktes vorgenommen.

 

Hierbei wird der Kunde vorab ausführlich über sämtliche Risiken informiert und hingewiesen.

 

Zur Sicherstellung einer bedarfsgerechten Beratung des Versicherungsnehmers sind hohe Beratungsstandards in der Organisation etabliert. Die Bedarfsermittlung erfolgt dabei mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns.

 

Produktauswahlprozess

Es ist im Bereich der Lebensversicherungen ist darüber hinaus eine Vergleichssoftware im Einsatz, welche die Mitarbeiter bei der Bedarfserhebung und Bewertung des passenden Produktes quer über alle Produktgeber hinweg unterstützt. Nachstehende Software wird eingesetzt Vema, Morgen & Morgen, Softfair.

 

Es ist im Bereich der Krankenversicherung darüber hinaus eine Vergleichssoftware im Einsatz, welche die Mitarbeiter bei der Bedarfserhebung und Bewertung des passenden Produktes quer über alle Produktgeber hinweg unterstützt. Nachstehende Software wird eingesetzt Vema, Morgen & Morgen, Softfair

 

Es ist im Bereich der der Sach-, Haftpflicht-, Unfall- und Kfz-Versicherung wird (darüber hinaus) eine Vergleichssoftware im Einsatz, welche die Mitarbeiter bei der Bedarfserhebung und Bewertung des passenden Produktes quer über alle Produktgeber hinweg unterstützt. Nachstehende Software wird eingesetzt Mr. Money,Nafi, Vema

 

Art der Produktpriorisierung

Grundsätzlich wird zu aller erst empfohlen, existenzgefährdende Risiken abzusichern. Grundsätzlich wird eine breite Basisabsicherung im Gegensatz zur Vollabsicherung nur eines einzigen Risikos empfohlen.

 

Geeignetheitsprüfung

Innerhalb dieser Geeignetheitsprüfung werden die Kenntnisse und Erfahrungen des Kunden im Anlagebereich, Finanzielle Verhältnisse des Kunden, Verlusttragfähigkeit des Kunden und Anlageziele und Risikotoleranz berücksichtigt.

 

Erteilt der Kunde keine ausreichenden Informationen, wird zumindest eine Angemessenheitsprüfung durchgeführt.

 

Es werden dabei nur Versicherungsanlageprodukte empfohlen, die auf Grundlage des Analyseergebnisses passen.

 

Produktgeberauswahl

Bei der Produktgeberauswahl im Bereich der Lebensversicherungen bewertet der Versicherungsvermittler anhand folgender Faktoren:

  1. Finanzkraft
  2. Historische Überschussbeteiligung
  3. Prozessquote (bei biometrischen Risiken)
  4. Ratings
  5. Eigene Erfahrung
  6. Kundenservice
  7. Vertriebsservice

Bei der Produktgeberauswahl im Bereich der Krankenversicherungen bewertet der Versicherungsvermittler anhand folgender Faktoren:

  1. Finanzkraft
  2. Beitragsstabilität
  3. Ratings
  4. Eigene Erfahrung
  5. Kundenservice
  6. Vertriebsservice

Bei der Produktgeberauswahl im Bereich der Sach-, Haftpflicht-, Unfall- und Kfz-Versicherungen bewertet der Versicherungsvermittler anhand folgender Faktoren:

  1. Ratings
  2. Eigene Erfahrung< /li>
  3. Kundenservice< /li>
  4. Vertriebsservice

 

Weitergabe produktrelevanter Informationen

Allen Mitarbeitern stehen zur Durchführung ihrer Tätigkeit sämtliche produktrelevanten Informationen regelmäßig durch den Versicherungsvermittler zur Verfügung. Damit kann eine adäquate Beratung des Kunden, nach dessen Wünschen und Bedürfnissen, gewährleistet werden. Dies wird durch folgende Maßnahmen sichergestellt:

  1. Jeder Mitarbeiter hat einen, oder mehrere, Zugänge zu Vergleichssoftwareprogramme, bei welchen sämtliche produktrelevanten Dokumente hinterlegt sind.
    Die Programme lauten hierbei wie folgt:
    M&M, levelnine, Softfair, Vema, Mr.Money, nafi
  2. Jeder Mitarbeiter hat einen, oder mehrere, Zugänge zu den Maklerportalen der Versicherer über welche alle produktrelevanten Informationen oder Dokumente hinterlegt sind.
  3. Für alle Mitarbeiter existiert ein gemeinsames lokales oder in der Cloud gehostetes Laufwerk, auf welchem alle produktrelevanten Dokumente und Informationen abgelegt und jederzeit zugänglich sind.

Um einen regelmäßigen Information und Dokumentenaustausch zu gewährleisten findet alle 2 Wochen ein persönliches statt.

 

Vorgehen zur Überwachung der laufenden Informationseinholung und –weitergabe

Um stets die Informationseinholung und –weitergabe der Mitarbeiter zu gewährleisten, werden durch den Versicherungsvermittler verbindliche Überwachungsmaßnahmen durchgeführt, um die Aktualität der Informationen, welche in der Kundenberatung verwendet werden, sicherzustellen.

  1. Die Mitarbeiter werden regelmäßig durch den Versicherungsvermittler, oder einen seine Stellvertreter, mindestens im halbjährlichen Turnus persönlich, oder in Textform an die Informationseinholung erinnert.
  2. In einem jährlichen Turnus bestätigen die Mitarbeiter, dass Sie die Pflichten zur Informationseinholung kennen und stets einhalten.
  3. Zur Kontrolle der Vorgaben der Informationseinholung und -weitergabe werden stichprobenartige Kontrollen des Versicherungsvermittlers oder einen befugten Stellvertreter im Rahmen von Mitarbeitergesprächen durchgeführt.

Um stets eine gleichbleibende Beratungsqualität im Sinne des Kunden zu gewährleisten werden bei wiederholter Pflichtverletzung der Mitarbeiter gegen die Regelungen zur Informationseinholung und -weitergabe folgende Maßnahmen eingeleitet und dokumentiert.

 

Monitoring

Im Rahmen des Monitoring-Prozesses stellt der Versicherungsvermittler regelm ig sicher, dass die angebotenen Produkte im Laufe des Vertriebs weiterhin mit dem Zielmarkt und der Vertriebsstrategie des Produktgebers bereinstimmen. Gleichzeitig wird fortlaufend berpr ft ob das Produktportfolio des Kunden mit der eigenen Vertriebsstrategie kongruent ist.

 

Zur Sicherung der Kundeninteressen und Beratungsqualität im Sinne der Zielmarktkonformität werden folgende Überwachungsaktivitäten durch den Versicherungsvermittler durchgeführt.

 

Es findet ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch zwischen dem Versicherungsvermittler oder seinem Stellvertreter und dem Mitarbeiter statt.

 

Es werden Stichprobenartige Kontrollen der Beratungsprotokolle durchgeführt.

 

Bei wiederholten Zielmarktkonflikten innerhalb der vorgegebenen Zielmarktdefinition werden folgende Maßnahmen eingeleitet und dokumentiert.

 

Es findet eine Einzelfallbewertung der auffälligen Geschäftsvorfälle statt.

 

Erkennt der Versicherungsvermittler zudem, dass sich ein Versicherungsprodukt nicht im Einklang mit den Interessen, Zielen und Merkmalen des jeweils ermittelten Zielmarkts befindet oder sonstige produktbezogene Umstände bekannt sind, welche sich nachteilig auf den Kunden auswirken könnten, unterrichtet sie unverzüglich den Hersteller.

 

Vorgehen zur Unterrichtung der Produktgeber bzgl. Zielmarktkonflikten

Die wichtigsten Ansprechpartner der meistvermittelten Gesellschaften sind dem Versicherungsvermittler bekannt. Diese lauten je Gesellschaft wie folgt:

Lebensversicherung
  1. keine -
Krankenversicherung
  1. keine -
Sachversicherung
  1. keine -

Im Falle eines erkannten Zielmarktkonfliktes wird die Gesellschaft über den Ansprechpartner per Email informiert und um eine Rückmeldung innerhalb von 10 Tage gebeten.

 

Sollte die Frist ohne Rückmeldung verstreichen, wird der Vertrieb des, oder der Produkte eingestellt und erst dann wieder aufgenommen, wenn der oder die Konflikte behoben sind.

 

Interessenskonflikte

Der Versicherungsvermittler stellt grundsätzlich sicher, dass sämtliche Mitarbeiter und Vertriebspartner im bestmöglichen Interesse der Kunden handeln.

  • Generell gilt: Der Vermittler oder die Leistung seiner Angestellten wird nicht in einer Weise vergütet oder bewertet, die mit der Pflicht, im bestmöglichen Interesse der Kunden zu handeln, kollidiert.
  • Eventuelle Angebote von Versicherern die einen Interessenskonflikt auslösen können werden konsequent abgelehnt.

 

Vergütung

Um im Kundeninteresse stets Interessenskonflikte zu vermeiden wird allen Mitarbeitern ein reines Festgehalt ohne variablen Anteil vergütet.

 

Es werden den Mitarbeitern, über ihre reguläre Vergütung hinaus, keine weiteren Geschenke, Vergünstigungen oder vergleichbare Incentives bezahlt, welche unmittelbar an einen Vertriebserfolg geknüpft sind.

 

Um eine Beeinflussung der Kundenberatung zu vermeiden bestehen keinerlei Zielvorgaben gegenüber bestimmten Produktgebern.

 

Darüber hinaus bestehen keine Zielvorgaben, welche Tarife bevorzugt werden sollen.

 

Der Versicherungsvermittler hat sich dazu verpflichtet seinen versicherten Personen und Bezugsberechtigten aus einem Versicherungsvertrag keine Sondervergütung zu gewähren oder zu versprechen. Dieses Verbot gilt auch für die Mitarbeiter des Unternehmens.

 

Qualifikation

Erstqualifikation

Der Versicherungsvermittler legt sehr viel Wert auf eine angemessene Erstqualifikation und Weiterbildung seiner vertreibenden Mitarbeiter. Die unternehmensinternen Ansprüche an den Inhalt und Umfang der Weiterbildungen erfüllen dabei die regulatorischen Anforderungen der Versicherungsvermittlungsverordnung (VersVermV).

 

Der Versicherungsvermittler stellt dabei sicher, dass unmittelbar oder maßgeblich am Versicherungsvertrieb beteiligten Angestellten zuverlässig sind und in geordneten Vermögensverhältnissen leben.

 

Sämtliche Vertriebsmitarbeiter verfügen dabei zur Vermittlung der jeweiligen Versicherung angemessene Erstqualifikation.

 

Zudem wird zur Weiterbildung der Mitarbeiter eine Vielzahl von Weiterbildungsformen eingesetzt. Auf Basis von didaktischen Gesichtspunkten erfolgt dabei je nach Bedarf die Auswahl der passenden Weiterbildungsform.

 

Weiterbildung

Bei den genutzten Lernformate handelt es sich um Externe Lehrveranstaltung, Lernen im Prozess der Arbeit (z. B. Teambesprechungen), Selbstgesteuertes Lernen mit Medien und Informationsveranstaltungen (z.B. Fachmessen).

 

Um die Mitarbeiter je nach persönlichen Bedarf zu unterstützen und weiterzubilden werden auch digitale Lernangebote aktiv eingesetzt und bereitgestellt. Dies ermöglicht den Mitarbeitern ein mobiles interaktives Lernen durch digitale Lernmedien. Die eingesetzten elektronischen Lösungen umfassen dabei:

  • Fachliteratur, Anleitungen etc. in elektronischer Form
  • Interaktives webbasiertes Lernen
  • Computer- oder webbasierte Selbstlernprogramme
  • Lernvideos, Podcats etc.

Im Fokus sämtlicher Weiterbildungsaktivitäten stehen dabei der Mitarbeiter und seine Kunden. Damit sollen die hohe Beratungsqualität und der Service für den Kunden weiter verbessert werden. Um die sich ständigen wandelnden Anforderungen adressieren zu können ist das Weiterbildungsangebot breit aufgestellt. Kernthemen sind dabei die Stärkung der:

  • Beratungskompetenz
  • Fachwissen.

Zur Überprüfung der persönlichen Lernhistorie und Sicherstellung der regulatorischen Anforderungen aus der VersVermV werden die durchgeführten Weiterbildungsmaßnahmen entsprechend dokumentiert. Hierfür wird gut beraten, VEMA und diverse verwendet.

 

Überprüfung der Vertriebsvorkehrungen

Im Einklang mit den gesetzlichen Regularien und im Sinne des Verbraucherschutzes wird die POG-Vertriebsrichtlinie des Versicherungsvermittlers jedes Jahr überprüft und erneuert.

 

Zur Überprüfung der Wirksamkeit und Aktualität der hier dokumentierten Produktvertriebsvorkehrungen erfolgt mindestens eine:

  • Stichprobenartige Kontrolle aller beschriebenen Prozesse auf Einhaltung
  • Überprüfung dokumentierter Angaben auf Aktualität
  • Information aller Vertreiber bzgl. ggf. notwendiger Anpassung

Analoge Anforderungen unterliegen diesbezüglich der Vertriebsvorkehrungen. Bei entsprechenden Anlässen erfolgt ein unterjähriger Review inkl. eventueller Anpassungen. Jedwede Anpassungen dieser Vertriebsrichtlinie im Rahmen der Überprüfungen werden dokumentiert.

 

Die Verantwortung zur Einrichtung, Überprüfung und Aktualisierung der Produktvertriebsvorkehrung liegt bei Der Geschäftsführung.

 

Dokumentation und Archivierung getroffener Maßnahmen

Alle relevanten Maßnahmen mit Bezug zu den getroffenen Vertriebsvorkehrungen werden dokumentiert und zu Prüfzwecken nachvollziehbar aufbewahrt.

 

Für die ordnungsgemäße Überwachung der Dokumentation und Archivierung der getroffenen Maßnahmen ist die Geschäftsführung verantwortlich.

 

Stand 10.2018